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Wahlprüfsteine 2026

der Studierendenwerke Greifswald und Rostock-Wismar zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zukunft der Studierendenwerke in M-V

Seit 35 Jahren bilden die Studierendenwerke in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiges Fundament für Chancengleichheit, Studienerfolg und die Attraktivität unserer Hochschulstandorte. Doch die aktuelle Lage ist herausfordernd: Während die Studierendenzahlen stagnieren oder sinken, steigen die Kosten in allen Bereichen kontinuierlich an.

Um die langfristige Sicherung unserer Kernangebote – vom studentischen Wohnen und der Verpflegung bis hin zu psychosozialen Beratungsleistungen und der Durchführung der Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) – zu gewährleisten, haben wir im Rahmen der Landtagswahlen 2026 Wahlprüfsteine entwickelt. Diese wurden an folgende Parteien geschickt: CDU, SPD, Die Linke, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, BSW sowie AfD. Ziel ist es, Transparenz über die politischen Positionen zu den zentralen Zukunftsfragen der Studierendenwerke zu schaffen und einen Dialog über die notwendigen Rahmenbedingungen für unseren sozialen Auftrag anzustoßen.

Um eine fundierte Beantwortung zu ermöglichen, haben wir jeder Partei im Vorfeld Gesprächstermine angeboten. So sollten die spezifischen Anliegen und Herausforderungen der Studierendenwerke detailliert erläutert werden können, sodass die Parteien die Fragen der Wahlprüfsteine aus ihrer jeweiligen politischen Perspektive beantworten konnten.

Wir haben die Parteien gebeten, ihre Antworten bis zum 17. August 2026 einzureichen. Alle bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Antworten veröffentlichen wir hier vollständig und in der Reihenfolge ihres Eingangs.

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Wahlprüfstein 1: Bedeutung und zukunftsfähige Finanzierung der Studierendenwerke

Welche Bedeutung misst Ihre Partei den Studierendenwerken hinsichtlich des Studienerfolgs von Studierenden bei? Wie will Ihre Partei die langfristige finanzielle und strukturelle Stabilität der Studierendenwerke in Mecklenburg-Vorpommern angesichts steigender Kosten sowie stagnierender oder sinkender Studierendenzahlen und daraus folgenden geringeren Beitragseinnahmen und Erträgen sichern und die zentrale Rolle der Studierendenwerke für Chancengerechtigkeit, Studienerfolg und attraktive Hochschulstandorte stärken?

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Wahlprüfstein 2: Langfristige Betreibung und Erhalt der Mensen als Basis der sozialen Infrastruktur für Studierende

Wie stellt Ihre Partei sicher, dass die Studierendenwerke in Mecklenburg-Vorpommern dauerhaft einen ausreichenden und dynamisierten Landeszuschuss für den Betrieb und Erhalt der Mensen erhalten, um trotz steigender Kosten gesunde und ausgewogene Mensaangebote zu sozialverträglichen Preisen und Semesterbeitragsanteilen anzubieten? Wie wollen Sie den flächendeckenden Erhalt aller Mensen und Mensa-Cafés als Versorgungseinrichtungen und soziale Treffpunkte für Studierende bewahren sowie die bauliche und technische Instandhaltung der Einrichtungen sicherstellen?

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Wahlprüfstein 3: Soziale und nachhaltige Förderung des studentischen Wohnens

Die Herausforderungen im Bereich des Studentischen Wohnens bestehen darin, die vorhandenen Wohnheimplätze zu erhalten und zu modernisieren und die Zahl der Plätze bedarfsgerecht zu erhöhen, um möglichst vielen Studierenden einen bezahlbaren Wohnheimplatz anbieten zu können und dadurch den städtischen Wohnungsmarkt zu entlasten. Aufgrund der sehr hohen Baukosten einerseits und der geringen Eigenmittel der Studierendenwerke andererseits ist es jedoch ohne ausreichende Zuschüsse nicht mehr möglich, diese Herausforderung im notwendigen Umfang zu bewältigen.

Wie will Ihre Partei dem Mangel an bezahlbarem studentischem Wohnraum begegnen und sicherstellen, dass die Studierendenwerke auch künftig ausreichend Wohnheimplätze zu sozialverträglichen Mieten anbieten können?

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Wahlprüfstein 4: Soziale Teilhabe, Beratung und Internationalisierung

Die Beratungsangebote der Studierendenwerke werden zum überwiegenden Teil aus den Semestereiträgen der Studierenden finanziert. Spätestens mit der Corona-Pandemie ist der Beratungsbedarf – vor allem in der psychologischen Beratung – kontinuierlich angestiegen.

Welche Priorität misst Ihre Partei der sozialen, psychologischen und integrativen Unterstützung von Studierenden – insbesondere auch internationalen Studierenden – bei, und wie soll deren bedarfsgerechter Ausbau langfristig unterstützt werden?

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Wahlprüfstein 5: Transformation: Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind insbesondere im Hinblick auf die Zielgruppe der Studierendenwerke zwei der wichtigsten Megatrends:

  • Nachhaltige Entwicklungen und nachhaltiges Handeln werden zu einer zentralen Leitlinie für die Studierendenwerke.
  • Investitionen in die IT-Infrastruktur und digitale Kompetenzen helfen den Studierendenwerken sowohl bei der Verbesserung ihrer Angebote als auch bei der Effizienzsteigerung ihrer Prozesse.

Wie will Ihre Partei die Studierendenwerke bei der nachhaltigen und digitalen Transformation unterstützen, sodass diese auch unter veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen effizient und zukunftsfähig arbeiten können?

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Wahlprüfstein 6: BAföG und strukturelle Rahmenbedingungen

Wie setzt sich Ihre Partei für eine zukunftssichere Finanzierung des BAföG-Vollzugs in Mecklenburg- Vorpommern sowie für eine grundlegende Reform des BAföGs auf Bundesebene ein, um die soziale Absicherung von Studierenden nachhaltig zu verbessern?

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