Fachrichtungswechsel § 7 Abs. 3 BAföG - so früh wie möglich!

Fachrichtungswechsel bis zum 3. Semester

Ein Fachrichtungswechsel sollte niemals zu lange hinaus geschoben werden, da sonst der BAföG-Anspruch verloren gehen kann. Relativ problemlos geht ein erstmaliger Wechsel innerhalb der ersten zwei Semester; aber auch da gilt: Lassen Sie sich am besten beraten.

Bei einem mehrfachen Wechsel oder einem Wechsel nach dem 3. Semester ist ein wichtiger Grund vorzutragen. Wichtige Gründe sind z. B. ein Neigungswandel oder ein Eignungsmangel schwerwiegender und grundsätzlicher Art. 


Wechsel nach mehr als 3 Fachsemestern – nur in Ausnahmefällen

Sind Sie bereits in einem höheren Semester, ist der Fachrichtungswechsel ohne Verlust des BAföG-Anspruchs meist nur möglich, wenn Sie in ein verwandtes Fach wechseln und praktisch keine Zeit verlieren, d. h. die Studienleistungen des ersten Faches können voll im neuen Fach angerechnet werden (Schwerpunktverlagerung).

Ein echter Fachrichtungswechsel ist in höheren Semestern möglich, wenn Sie aus unabweisbarem Grund wechseln. Dies liegt z.B. vor, wenn sich ein Sportstudent so bleibend verletzt, dass kein weiteres Studium in diesem Fach möglich ist.

Nachteile eines mehrfachen Wechsels: Zum Ende des Studiums gibt es Ausbildungsförderung nur noch als unverzinsliches Volldarlehen


Abbruch des Studiums

Bei einem Abbruch wird ähnlich verfahren, wie bei einem Fachrichtungswechsel. Auch hier darf nicht in einem zu spätem Semester das Studium abgebrochen worden sein (optimal bis zum Ende des 3. Fachsemesters). Sie müssen einen wichtigen oder unabweisbaren Grund vorweisen können, warum Sie das Studium abgebrochen haben.